Springe zum Inhalt

„MEDISTAR BLACK“ nennt sich eine alternative Oberfläche für MEDISTAR. Durch die Portierung des QT-Frameworks von Version 3 auf 4 haben sich zusätzliche Programmiermöglichkeiten ergeben, die dieses Feature ermöglichen. MEDISTAR selbst ändert dadurch nicht seine Version.

Nach der Freischaltung des Features kann man beliebig zwischen der alten Darstellung, die nun „Classic“ genannt wird, und „BLACK“ wechseln. Auf der neuen Oberfläche kann man „Widgets“ nach eigenem Belieben auf sog. „Dashboards“ anordnen. Entscheidend ist, dass auch der MD-Editor zum Widget geworden ist. Auf großen Bildschirmen kann man somit den Platz für die medizinischen Daten eingrenzen und den gewonnen Platz für Zusatzinformationen nutzen, die in weiteren Widgets dargestellt werden. Mehrere Dashboards werden in Form von Registerkarten angezeigt.

Es kann zwischen verschiedenen Designs gewählt werden. Mir selbst gefällt das „Classic“ genannte Design und Icon-Set am besten. Es entspricht den gewohnten Farben und harmoniert am besten mit den OPHTHALMOSTAR-Buttons und Icons.

 

Positiv

  • Zusatzinfos immer sichtbar, z.B. Wartelistenbelegung, Termine des Patienten, Liste der letzten Patienten
  • Sofortprüfung ohne störende Popups als Textnachricht im Widget
  • Manche Widgets haben eine Funktion beim Draufklicken, z.B. gelangt man durch Klick ins Warteliste-Widget zum angeklickten Patienten in der echten Warteliste, die geöffnet wird

 

Negativ

  • Informationen, die immer gebraucht werden, wie z.B. das Alter des Patienten, Geburtsdatum, Versicherung sind in unterschiedliche Widgets gewandert. Insbesondere stört mich, dass der Name und das Alter des Patienten nur in kleiner Schrift angezeigt werden. Neidvoll schaue ich auf das Label „MEDISTAR BLACK“, das einen geeigneten Platz in der richtigen Schriftgröße einnimmt. Aber auch die obere Kante des MD-Editors hat eine Höhe von zwei Zentimetern – ohne Informationswert. OK, man kann in den Optionen einstellen, dass der Patientenname angezeigt wird, aber auch nur in kleiner Schrift und ohne Altersangabe.
  • Das Widget „MD-Filter“ ist nicht makrofähig. Zur Begründung dieses Missstandes wurde mir erklärt, dass das Widget ja beliebig oft auf den Dashboards platziert werden könne und ein Makro dann gar nicht wisse, welches davon es adressieren soll. – Das Problem ließe sich einfach beseitigen, indem man die Anzahl auf eine Platzierung einschränkt, wie beim MD-Editor. Die mehrfache Verwendung führte bei mir ohnehin zu Problemen. Nach dem Aufruf eines neuen Patienten (IP) erfolgte auf das Drücken der Enter-Taste kein Weitergehen zu den med. Daten, wenn auf dem ersten Dashboard das Widget „MD-Filter“ vorhanden war und aus irgendeinem Grund (Mausbewegung?) den Fokus bekommen hatte.

 

Fazit

Auf großen, breiten Bildschirmen ist „BLACK“ ein Fortschritt. Verbesserungen sind sicher noch an vielen Stellen möglich, u.a. Makrofähigkeit, Dashboard-übergreifende Widgets (MD-Editor).

 

Hinweise

Für OPHTHALMOSTAR-Anwender, die „Classic“ und „Black“ gemeinsam in ihrer Praxis nutzen wollen steigt der Aufwand. Sie benötigen unterschiedliche Makropakete. An „Black“-Arbeitsplätzen muss die Paketdatei „ophpanel.pak“ durch „ophblack.pak“ ersetzt werden. Das geht aber nur, wenn auch eine neue Anwender-Makrodatei angelegt wird: durch Kopieren der Datei „ophuser.mac“. Die neue Datei nennt man am besten „ophuserBlack.mac“. Falls man eigene Makros erstellt oder bearbeitet, muss man dies fortan in beiden erledigen.

Bitte achten Sie darauf, dass der MD-Editor auf das zweite(!) Dashboard platziert wird. Dieses wird von den Makros adressiert.

Die neue Paketdatei „ophblack.pak“ erhalten Sie über Ihren Servicepartner. In der Paketdatei „ophgraph.pak“ wurde eine Anpassung vorgenommen, so dass sie nun mit beiden Ansichten kompatibel ist. Sie wird von mir nicht mehr aktiv weiter entwickelt und kann hier in der neuesten Version heruntergeladen werden. Die Datei ist nicht verschlüsselt, d.h. Sie haben jetzt die Möglichkeit selbst Änderungen an dieser Datei vorzunehmen (Dateiendung in „mac“ ändern, laden und bearbeiten usw.)

ophgraph.zip

3

Mit dem März-Update bekommen dieser Tage OPHTHALMOSTAR-Kunden die neue Version automatisch installiert. Da die neue Version andere Tafel- und Buttongrößen verwendet und außerdem viele neue Makroknöpfe enthält, werden bei den Stammkunden nach dem Update möglicherweise eigene Makros nicht mehr sichtbar seien. Deshalb möchte ich im Folgenden ein paar Hinweise für eine erfolgreiche Anpassung geben.

1. Als erstes sollten Sie das OPH­THAL­MO­STAR-Hand­buch der neuen Version lesen. Es wurde über­arbeitet und ge­kürzt, so dass ein Blick hinein nicht viel Zeit be­an­sprucht. Sie können es auch von der Webseite herunterladen. Wenn Sie das MEDISTAR-Programm aufgerufen haben, finden Sie eine Verknüpfung zum Handbuch auf der OPHTHALMOSTAR-Makrotafel (s. Grafik).

2. Passen Sie das Raster der Makrotafel auf das neue Button-Format an (Makrorecorder | Tafeleigenschaften | Makrotafel-1):

Zelle
Breite20
Höhe33
 Abstände
linker Rand1
oberer Rand2
Spalten0
Zeilen0

Vergessen Sie nicht die Einstellungen zu speichern! Makro-Rekorder | Datei | Einstellungen sichern.

3. Nun geht es daran die vorhanden eigenen Makros an geeignete neue Positionen zu verschieben. Falls Sie die eigenen Makros nicht sehen, hilft es eventuell die Makrotafel einmal zu deaktivieren und dann wieder zu aktivieren. Sie können einen Button verschieben, in dem Sie in seinem Eigenschaften-Dialog (Makrorekorder - Edit Makroknopf) einen anderen Zahlenwert im Feld "Gruppe" eintragen. Dazu müssen Sie zunächst die Gruppen-Nr. des neuen Orts bzw. des neuen Panels finden. Wenn auf dem Panel bereits ein Makroknopf vorhanden ist, schauen Sie in dessen Einstellungen nach.
Die genaue Ausrichtung der einzelnen Knöpfe nehmen Sie mit der Maus vor bzw. mit dem Kontextmenübefehl "Ausrichten" oder sie drücken einfach "a".

Verschieben Sie Ihre eigenen Makros nach Möglichkeit auf die hierfür vorgesehenen Anwender-Panels. Überprüfen Sie, ob nicht bereits entsprechende Makros vorhanden sind, die vielleicht das Makro entbehrlich machen.

Soweit zur technischen Seite. Wünschenswert wäre es, wenn Sie bei dieser Gelegenheit die eigenen Makros gleich überarbeiten würden. Hierzu ein praktisches Beispiel: in OPHTHALMOSTAR gibt es bereits einen Button "Perimeter".
Dieser wird bei Ihnen wahrscheinlich nicht funktionieren, weil Sie eine andere Geräteanbindung haben.
Dann gehen sie folgendermaßen vor:

  1. Schauen Sie sich die Eigenschaften des Knopfes an und merken Sie sich diese. Dazu können Sie zum Beispiel mit dem Snipping-Tool ein Bild des Fensters speichern.
  2. Nun löschen Sie den Knopf und legen an dieser Stelle einen neuen Makroknopf mit genau diesen Knopfeigenschaften an. Die Makrobefehle sind natürlich Ihre eigenen.

Leider kann man die Makrobefehle vorhandener Makros nicht als Anwender verändern. Sehr wohl können Sie aber Menüs verändern. Deshalb sollten Sie keine neuen Makroknöpfe anlegen, wenn die Funktion besser in ein bereits vorhandenes Menü passt.

Zum Schluss verbleibe ich in der Hoffnung, dass Sie mit der neuen Version bald noch effizienter arbeiten und Freude daran haben.
Ihr Wilhelm Happe

8

Zum 1.10. hat der langjährige MEDISTAR-Geschäftsführer zusammen mit dem Leiter der Entwicklungsabteilung das Unternehmen überraschend verlassen. Die Hintergründe sind mir nicht bekannt.

Allerdings macht man sich so seine Gedanken und es fallen mir viele mögliche Gründe ein, warum es dazu kommen konnte. Aus Anwendersicht hat man seit der Übernahme der Firma durch die CompuGroup Medical AG vor nun mehr als 10 Jahren den Eindruck, dass die Dinge nicht gut laufen. Die CGM-Leitung möchte als Besitzerin verschiedener Arztsoftwareprodukte und weiterer Software für andere Gesundheitssparten verständlicherweise Synergieeffekte nutzen. Daher haben die von ihr als „Plattformprodukte“ bezeichneten Programme, d.h. Software, die von den verschiedenen Arztsoftwareprodukten (MEDISTAR, TurboMed, Albis, M1, usw.) gemeinsam genutzt werden können, in den letzten Jahren höchste Priorität gehabt. Die Entwicklung und Anbindung dieser Produkte an MEDISTAR hat viel Manpower geschluckt. Herausgekommen sind für den Anwender im besten Fall nette Schmankerln wie der Online-Terminkalender. Andere Erzeugnisse wie z.B. das Doc-Portal haben dagegen viele Anwender in Rage gebracht.

Die Kernprobleme bei MEDISTAR wurden dagegen vernachlässigt. Zum einen, weil Datenbankumstellung und gesetzliche Vorgaben Kapazitäten gebunden haben, aber auch weil die Entwickler mit der Programmierung von Junk-Software beschäftigt wurden. Liegen gebliebene und dringend zu erledigende Aufgaben sind zum Beispiel:

  1. Die Beseitigung nicht-graphischer Formularprogramme: Viele Anwender erledigen zwangsweise noch heute – fast 20 Jahre nach Einführung von Windows 95 – wichtige Schritte der Praxistätigkeit mit MEDISTAR-Software, die keine Mausbedienung zulässt!
  2. Überarbeitung der integrierten Textverarbeitung („Brieftext“): Die Brieftext-Funktion in MEDISTAR ist für den geübten Anwender schnell zu bedienen und deshalb beliebt. Allerdings ist die Bedienung ebenfalls über 20 Jahre alt und einem Junganwender nicht mehr zu vermitteln.
  3. Die Konfiguration von Druckern innerhalb der MEDISTAR-Software ist eine Zumutung und überhaupt nicht Windows-konform. Auch hier ist eine gründliche Modernisierung vonnöten.
  4. Der Unterbau von MEDISTAR, das Qt-Framework ist veraltet und möglicherweise für moderne bzw. kommende Windows-Betriebssysteme nicht mehr kompatibel, zumal der Support seitens des Herstellers beendet wurde. Die dringend erforderliche Umstellung auf eine neue Version wird einigen Aufwand kosten, für den genügend Entwicklungskapazität zur Verfügung gestellt werden muss. Dazu werden auch umfangreiche Tests gehören, bevor eine neue Version ausgegeben werden kann. Gleichzeitig erleichtert die Umstellung die Einbindung einer modernen Textverarbeitungsfunktion, weil in neueren Qt-Versionen eine vorbereitete Komponente zur Verfügung steht.
  5. Die Einblendung von Medikamentenwerbung im Rezeptformular ist für eine seriöse Software nicht hinnehmbar. Das Argument, dass die Verordnungskomponente (ehemals „Pharmastar“) den Anwendern kostenlos zu Verfügung gestellt wird, war schon immer blöd. Das Verordnen von Medikamenten ist nun mal eine Kernfunktion einer Arztsoftware. Ein Anwender, der viel Geld für seine Praxis-EDV ausgibt, aber ständig mit Werbung attackiert wird, fühlt sich verschaukelt. Hallo CGM-Manager, bitte versteht „Synchronizing Healthcare“ nicht so, dass ihr eure Ärzte an die Pharma-Industrie verkauft!
  6. Seit einiger Zeit erfolgt die Medikamentenverordnung in den CGM-Programmen mit Hilfe des eigenständigen Programms „ifap-Praxiscenter“. Ich verstehe nicht, warum es einem großen Software-Unternehmen nicht möglich ist, die Daten den einzelnen Tochterfirmen so anzubieten, dass diese sie unter ihrer Programmoberfläche anzeigen können. Der ständige Wechsel zu einer Software mit anderer Oberfläche und Bedienungslogik erzeugt keinen professionellen Eindruck.
  7. Das Bild- und Dokumenten-Management-System MOVIESTAR könnte eigentlich ein Bestandteil von MEDISTAR sein. Ein modernes AIS kann m.E. nicht ohne eine vernünftige Bild- und Dokumentendatenbank bestehen. Die Entwicklung von MOVIESTAR sollte daher in MEDISTAR integriert werden. Das Programm könnte doch wunderbar die Oracle-Datenbank mitnutzen.
  8. MEDISTAR war in früheren Jahren die bevorzugte Software von Ärzten, die ihre Software gern selbst ausbauen und administrieren wollten. Es war durch Anwenderintelligenz oftmals möglich, für individuelle Praxisprobleme eigeständige Lösungen zu finden. In dieser Hinsicht unbedarfte Ärzte kauften MEDISTAR ebenfalls, weil die Computerfreaks auf MEDISTAR standen und bereit waren, ihr Know-how zu teilen. Leider wird dieser Aspekt seit Jahren nicht mehr gefördert. Zum Beispiel sind die neuen graphischen Formularprogramme durch den Anwender nicht mehr veränderbar. Vorstellbar ist aber, dass Anwendern ein Baukastensystem oder ein Skript-Interface für einfache Formularprogramme zur Verfügung gestellt wird. Qt bietet Funktionen, auf die man aufbauen kann. Außerdem müsste interessierten Anwendern mehr Hilfe beim Umgang mit der Oracle-Datenbank zuteilwerden. Alle technischen Dokumente und Anleitungen, die den SPs zur Verfügung gestellt werden, müssten auch von Anwendern von der Webseite heruntergeladen werden können. Mutig wäre auch die Einrichtung eines Anwender-Forums im Internet.
  9. Bereits vor Jahren habe ich vorgeschlagen, eine „IntelliSense“-Funktion (Text- und Kürzel-Ergänzungshilfe) in MEDISTAR einzubauen. Das wurde abgelehnt, weil es schwer zu warten sei. Demnächst wird die neue Firma T2Med genau hiermit als Hauptfeature („Wörterbuch-Funktion“) werben. Diese Funktionalität würde gut zu MEDISTAR passen. Für die bei MEDISTAR vorhandenen Facharztentwickler, wäre es eine passende Aufgabe, den für Ihren Fachbereich spezifischen Wortstamm einzubringen oder zu kontrollieren. Das würde die Bedeutung ihrer Facharztmodule als Bestandteil des ganzen Systems aufwerten.
  10. Als MEDISTAR 4.0 entworfen wurde, hat man sich wegen der Möglichkeit, das Programm auf Linux portieren zu können, für Qt als Framework entschieden. Auch die Oracle-Datenbank steht einem Linux-Einsatz nicht im Weg. Da die CompuGroup bereits ein eigenständiges Linux-Programm pflegt, schlummert hier echtes Synergiepotential. Wobei sich natürlich die Frage stellen würde, ob man Data-Vital-Kunden nicht dazu bewegen könnte, auf „MEDISTAR für Linux“ umzusteigen. Für das Windows-MEDISTAR wäre die gewonnene Zukunftssicherheit ein Wettbewerbsvorteil: Jeder Kunde hätte dich Möglichkeit zu einem beliebigen Zeitpunkt das Betriebssystem zu wechseln. Außerdem käme die von vielen Anwendern gewünschte Anbindung von Open-Office nebenläufig zustande.

Wie man sieht, gibt es so viel Handlungsbedarf, dass das Management der CompuGroup massiv reagieren muss. Falls die Leitung nicht bereit ist, sich für ihre Kunden einzusetzen und weiterhin den Produktmanagern nebensächlicher Addons wie Privadis, Vita-X, iFox, eServices usw. erlaubt, eine vernünftige Priorisierung und Planung zu torpedieren, kann man nicht helfen. Aber es wäre schade, denn MEDISTAR enthält bei aller Kritik immer noch so viele Highlights und Alleinstellungsmerkmale (z.B. Makrofunktionalität, Patientenlisten, -marker, Sofortprüfung).

PS: Liebe CGMler: bitte ruft mich jetzt nicht an, um mir zu sagen, dass ich den Artikel aus dem Netz nehmen soll. Lest ihn stattdessen bitte noch einmal, reicht ihn nach oben weiter und bedankt euch für die Unternehmensberatung. Ich habe nicht gegen MEDISTAR geschrieben, sondern für MEDISTAR! Noch bin ich Mitaktionär.

Eine Neuinstallation von MEDISTAR-SQL ist relativ einfach. Bei mir funktionierte folgender Workaround:

  1. MEDISTAR-SQL Neuinstallations-DVD bzw. Programm besorgen und installieren. Dabei wird in der Regel nicht die neueste MEDISTAR-Version installiert, was nicht weiter stört.
  2. Anschließend alle Dateien des bisherigen MEDISTAR-Ordners über die Neuinstallation kopieren mit Ausnahme folgender Ordner und Dateien:
    - D:\MEDISTAR\INST\sql.ini
    - D:\MEDISTAR\oradata
  3. Den Export-Dump der bisherigen Installation in die neue Datenbank importieren.

Der wesentliche Punkt ist, dass es meiner bescheidenen Erfahrung nach nicht erforderlich ist, Quartalsupdates nachzuinstallieren, um die Software auf den neuesten Stand zu bringen. Das geschieht einfach durch das Kopieren der Dateien und den Import des aktuellen Dumps.

Nach gelungener Neuinstallation sollte man aber noch einige Einstellungen ändern bzw. optimieren. Um die erforderlichen Befehle nicht jedes Mal von Hand eingeben zu müssen, habe ich ein PowerShell-Skript erstellt, dass man einmalig nach einer Neuinstallation (oder später) auf dem MEDISTAR-Server ausführen sollte. Es mehrmals auszuführen schadet nicht, verändert dann aber nichts mehr.

Das Skript führt mit Hilfe von SQLPlus folgende Änderungen durch:
Die Datenbank wird in den Archivelog Modus gesetzt, um Online-Backups mit RMAN (Oracle Recovery Manager) zu ermöglichen. Als Ablagebereich wird standardmäßig die Flash Recovery Area, kurz FRA, genutzt. Hierfür wird die Archivierung eingeschaltet.
alter database archivelog;
archive log list;

Initialisierungsparameter im SPFILE werden geändert, um die Anzahl möglicher Verbindungen zu erhöhen. Der Default-Wert für PROCESSES ist 100, der für SESSIONS (1.1 * PROCESSES) + 5 und für TRANSACTIONS (1.1 * SESSIONS).
alter system set processes=930 scope=spfile;
alter system set sessions=1028 scope=spfile;
alter system set transactions=1030 scope=spfile;

Der Wert für die Lebensdauer der Passwörter wird korrigiert. Bei Usern sys, system und msuser darf kein Expiry-Date stehen.
alter profile default limit password_life_time unlimited;

Mit Hilfe der RMAN-Konsole erfolgen folgende Änderungen:
Für einen Full-Restore ist ein Controlfile-Backup notwendig. Deshalb wird der Parameter CONTROLFILE AUTOBACKUP auf “ON” gesetzt:
configure controlfile autobackup on;

Durch den Aufruf des ADR Command Interpreters erfolgen nachfolgende Einstellungen:
Alte Logs und Traces im Automatic Diagnostic Repository (ADR) können nach einer bestimmten Zeit automatisch gelöscht werden. Zuständig hierfür sind zwei Paramter SHORTP_POLICY (default 30 Tage, neu: 1 Woche) und LONGP_POLICY (default ein Jahr, neu: 1 Monat). „Purge“ sorgt bei einer länger bestehenden Installation für das sofortige Löschen älterer Dateien.
set control \(SHORTP_POLICY=168\);
set control \(LONGP_POLICY=720\);

Sie können das Skript hier herunterladen: MSPostInstallOptimization.zip
Wie immer geschieht die Anwendung auf eigene Gefahr. Alle MEDISTAR-Tasks sollten zuvor geschlossen werden.

1

Ein Grund, warum ich hier schon lange nichts mehr geschrieben habe, ist die Beschäftigung mit der Umstellung meiner Praxissoftware auf einen neuen Server Anfang dieses Jahres. Der Hauptrechner ist nach c’t-Anleitung selbst gebaut. Als Betriebssystem habe ich Windows 8.1 gewählt. Das Server-Betriebssystem 2012 R2 hatte ich als Preview probeinstalliert – schien mir aber zu kompliziert und ohne Vorteile für mein kleines Netzwerk.
Um MEDISTAR selbst installieren zu können, habe ich mir das MEDISTAR-Paket für Neuinstallationen besorgt. Dieses hatte den Stand April 2013, so dass ich anschließend alle Updates installieren musste. Erst danach habe ich die vorhandenen Praxisdaten importiert und die ISAM-Dateien rüber kopiert. Das ging alles weitgehend problemlos. Professionelle Hilfe habe ich für die Geräteanbindung des automatischen Scheitelbrechwertmessers über eine serielle Schnittstelle benötigt. Gut dass die Schnittstelle ausstirbt. Sehr nervig ist und war auch die Druckereinrichtung an den einzelnen Arbeitsplätzen, an denen es zu Änderungen gekommen ist. Mittlerweile läuft alles rund. Gut funktioniert auch die automatische Anruferzuordnung in MEDISTAR in Zusammenarbeit mit der neuen Fritz!Box.
Leider funktioniert auch nach dem März-Update immer noch nicht die zum Online-Terminkalender gehörende Software. Die Vita-X-Clients auf den Arbeitsplätzen finden den Server nicht, obwohl auf diesem der Vita-X-Dienst regelrecht läuft. Merkwürdigerweise funktioniert dies aber nach einer Neuinstallation des Dienstes solange bis der Server neu gestartet wird. Mein Workaround sieht nun so aus, das das PowerShell-Sicherungsskript, welches den Server herunterfährt, zuvor den Dienst deinstalliert. Bei einem Neustart des Rechners installiere ich den Dienst durch ein Skript automatisch neu, bevor MEDISTAR vom gleichen Skript gestartet wird.

Move and Link to MEDISTAR

MEDISTAR bietet eine interessante, aber un­doku­men­tierte Funktion: in den med. Daten lassen sich Ver­knüp­fungen zu beliebigen externen Dateien erstellen. Diese lassen sich dann durch einen Doppel­klick öffnen.

Konkret muss eine Schrägstrich-Zeile angelegt wer­den und ein Eintrag entsprechend der folgenden Syntax eingeben werden:
EV:<D:\datei.txt>

«Move and Link to MEDISTAR» ist ein ist ein Hilfs­pro­gramm für das Anlegen solcher Ver­knüp­fungen. Datei­pfade werden einfach aus dem Windows-Explorer auf­ge­nom­men und in MEDISTAR eingetragen.

Weitere Funktionen:

  • Dateien werden automatisch in einen Sammel­ordner auf dem Server verschoben oder kopiert. Wenn dessen Pfad als UNC-Netz­werkpfad an­gegeben wird, ist der Pfad auf allen Arbeits­plätzen identisch:
    \\Servername\Freigabename\Pfad.
  • Auf Wunsch werden Dateinamen beim Kopieren oder Verschieben automatisch umbenannt. Doppelte Dateinamen werden dadurch zuverlässig verhindert.
  • Ein bestimmter Ordner kann auto­matisch überwacht werden. Sobald in diesem Ordner Dateien eintreffen, startet das Pro­gramm.

Das Programm ist Freeware/OpenSource.
Es setzt das Microsoft .NET Framework ≥ 2.0 voraus (standardmäßig auf jedem Windows-PC vorhanden).

Download

Laden Sie "MoLiStarSetup.exe" von der GitHub-Seite:

2

Ab Oktober soll sie kommen, die neue elektronische Gesundheitskarte. Hier beschreibe ich die Installation eines neuen Lesegerätes (ORGA 6041).

  • Treiber von CD installieren
  • Lesegerät anstecken (USB-A, Stromversorgung)
  • Angezeigten Port merken (z.B. COM4)
  • In MEDISTAR Befehl «IDN», Schnittstelle: CRO eintragen
  • In MEDISTAR Befehl «IMKT», Port eintragen (z.B. 4)
  • Die MEDISTAR-Konfiguration muss für jeden Task erfolgen!
Festlegung Dateinamen
Kartenterminal konfigurieren

16

Auf meinem Heimrechner habe ich neben XP und Linux (für die Familie) seit wenigen Monaten auch Windows 7 in der 64bit-Version installiert. In den letzten Tagen habe ich die neue Windows-Version weiter eingerichtet und nutze sie nun für die meisten Alltags­aufgaben. Da benötige ich auch MEDISTAR. Ein paar Besonderheiten haben sich beim Einrichten ergeben, über die ich hier berichten möchte.

  1. Die «sysconf.s» liegt unter XP im Verzeichnis C:\Windows\System32. Unter Windows 7 64bit gehört sie in den Ordner C:\Windows\SysWOW64. In diesen Ordner werden alle Anfragen von 32-Bit-Programmen umgeleitet.
  2. MEDISTAR benötigt bei einer Einzelplatz-Installation unter XP nur den Dienst ISAM. Unter Windows 7 wird zusätzlich auch der Dienst RPCI (rpci303a.exe) benötigt. Die Installation läßt sich mit folgenden Batch-Dateien leicht durchführen (mit Administrator-Rechten, siehe unten).

install.cmd
@Echo off
REM Zum Ausführen dieses Befehlskripts benötigen Sie Administrator-Rechte.
REM Mit den folgenden Zeilen wird der ISAM-Dienst installiert, modifiziert und gestartet.

sc create MedistarIsam start= auto binpath= C:\Tools\MEDISTAR\isam.exe displayname= "MEDISTAR ISAM"
sc description MedistarIsam "ISAM Engine for Windows NT and Windows 2000"
sc start MedistarIsam

sc create MedistarRpci start= auto binpath= C:\Tools\MEDISTAR\rpci303a.exe displayname= "MEDISTAR RPCI"
sc description MedistarRpci "RPCI Service for MEDISTAR"
sc start MedistarRpci

REM Der folgende Befehl ermöglicht das Lesen der Rückmeldungen.
pause

remove.cmd
@Echo off
REM Zum Ausführen dieses Befehlskripts benötigen Sie Administrator-Rechte.
REM Der ISAM-Dienst wird zunächst beendet und dann gelöscht.
REM Das Skript kann nur funktionieren, wenn der ISAM-Dienst mit dem Dienstnamen «MedistarIsam» installiert wurde.

sc stop MedistarIsam
sc stop MedistarRpci

sc delete MedistarIsam
sc delete MedistarRpci

REM Der folgende Befehl ermöglicht das Lesen der Rückmeldungen.
pause

Beim Anklicken einer Batchdatei im Explorer mit der rechten Maustaste erscheint der Menüpunkt «Als Administrator starten».

1

Seit kurzem prüft das MEDISTAR-Programm bei jedem erstem Start des Tages, ob die Hardware des PCs den Systemvoraussetzungen zukünftiger MEDISTAR-Versionen entspricht. Das ist gut, denn durch rechtzeitiges Aufrüsten erspart man sich womöglich böse Überraschungen. Andererseits ist es beim Hardware-Einkauf manchmal auch sinnvoll, etwas zögerlich zu sein, weil sich – wie jeder weiß – die Technik rasant weiter entwickelt. Ich bin zumindest beruhigt, dass mein Server die Anforderungen erfüllt. Die restliche Hardware zu entsorgen, obwohl sie im Moment gut funktioniert, widerspricht meinem ökologischen Gewissen.

Das Nervige an dem Hardware-Check ist, dass er an jedem Arbeitsplatz den Programmstart bis zu einer Minute verzögert und dass er sich nicht abstellen lässt. Ausgerechnet am Morgen, wenn schon 10 Patienten im Wartezimmer sitzten und ich so schnell wie möglich mit der Arbeit beginnen möchte, bummelt der Rechner. Da sitzt der Patient schon neben mir und ich weiß nicht mal wie er heißt, weil mein Arztinformationssystem Infos zusammensucht, die mir schon bekannt sind und mich im Moment wirklich nicht interessieren.

Sie können hier das kleine Programm NoSysCheck herunterladen. Speichern Sie es irgendwo auf dem PC und legen Sie eine Verknüpfung im Autostart-Ordner an, damit es jeden Morgen bei der Anmeldung des Windows-Benutzters automatisch startet. Das Programm unterbreitet dem System blitzschnell, dass der Systemcheck heute bereits ausgeführt worden sei und beendet sich sogleich.

Das Vielzweck-Tool für MEDISTAR MSHotkey besitzt ebenfalls die beschriebene Funktionalität (s. Einstellungen).

1

Die Installation und Konfiguration von Druckern für MEDISTAR ist ein schwieriges Thema. Da ich jedes Mal nur durch viel Ausprobieren zum Ziel komme, möchte ich hier meine Erfahrungen mitteilen, um OPHTHALMOSTAR-Anwendern die Sache zu erleichtern.

In meiner Praxis gibt es nur einen Nadeldrucker an der Anmeldung. Dort steht auch ein Laserdrucker. An allen Arbeitsplätzten befinden sich einfache Tintenstrahl- bzw. Laserdrucker, auf denen Brieftexte und Rezepte ausgedruckt werden.

Als Standarddrucker unter Windows ist auf allen PCs der an der Anmeldung befindliche Laserdrucker eingestellt. Normale Windowsanwendungen wie Word drucken also auf den Netzwerk-Laserdrucker, der mit DIN-A4-Papier befüllt ist.

In den Arbeitsplatz-Druckern steckt DIN-A5-Papier. Auf dieses Papier werden Brieftexte und private Brillenrezepte gedruckt. Medikamentenrezepte gebe ich meist als Druckaufträge an die Anmeldung. GKV-Brillenformulare, die ich am Arbeitsplatz selber ausdrucke, muss ich per Hand in den Drucker legen.

Bezüglich der Konfiguration unter MEDISTAR beschreibe im Folgenden nur ein paar Besonderheiten. Lesen Sie in jedem Fall auch die Anleitungen im MEDISTAR-Handbuch. Zunächst wird für jeden einzelnen Task im Dialog «Konfiguration Windows Drucker» festgelegt, dass er die Default-Konfiguration übernimmt. Nun erfolgt im Dialog “Windows-Drucker (default) einrichten” die Font-Zuordnung für den Brieftext und Formulardruck für den gesamten Arbeitsplatz.

Bei einem neuen Drucker empfiehlt sich zunächst ein Import “aus Datei PFONTS-P”. Ich wähle “Tintenstrahl (Standard)” auch wenn es sich um einen Laserdrucker handelt. Für OPHTHALMOSTAR-Anwender ist die Anpassung von “Brief Schriftart 2 (schmal)” wichtig. Damit genügend Text in eine Zeile des DIN-A5-Briefes passt, wird diese Schriftart für den normalen Text verwendet. Stellen Sie die Größe so ein, dass die Papierbreite optimal ausgenutzt wird. Bei mir klappt das mit “Schriftgrad 8 oder 9”.

Damit der Brieftext das Papier in der Höhe optimal ausnutzt, könnte man auf die Idee kommen, irgendwo den Zeilenabstand einstellen zu wollen. Diese Möglichkeit gibt es nur indirekt im Dialog “Druckerkonfiguration”. Sie finden diesen im Index nicht unter “Installation – Druckereinstellungen”, sondern unter “Brieftextverarbeitung”.

Die Brieftext-Vorlagen in OPHTHALMOSTAR für das DIN-A-5-Format haben 49 Textzeilen. Nun muss ausprobiert werden, wie ein Brieftext mit maximaler Zeilenanzahl auf das Papier verteilt wird. Durch Veränderung des Wertes "Blattlänge" wird der Zeilenabstand so eingestellt, dass der Text optimal auf dem gesamten Blatt dargestellt wird.

PS: In OPHTHALMOSTAR ab Version 1.5 finden sich hilfreiche Makros und erklärende Texte.