Foto-Organisation mit Hilfe des Dateimanagers »Directory Opus«

Eigentlich möchte ich es vermeiden, Werbung für Software zu machen. Aber den noblen Dateimanager „Directory Opus“ (kurz „DOpus“) benutze ich schon seit vielen Jahren täglich. Es lassen sich einfache und anspruchsvolle Aufgaben damit erledigen. Das Programm ersetzt eine Vielzahl anderer Programme (z.B. Zip-, FTP- oder Synchronisations-Programme).

Einen Workaround für ein Problem, das vielleicht ähnlich bei anderen Windows-Benutzern vorkommt, möchte ich im Folgenden beschreiben:

Fotos mache ich mit meinem Smartphone. Auf dem läuft die Microsoft-App „OneDrive“. Diese lädt automatisch alle Fotos in die Cloud. Dadurch dass OneDrive auf dem Windows-PC läuft, gelangen die Fotos somit automatisch auf meinen PC. Das geht natürlich auch mit anderen Cloud-Apps wie „iCloud“, „Google Drive“ oder „DropBox“.

Nun möchte ich aber nicht die Fotos in OneDrive behalten. Stattdessen möchte ich sie in einen eigenen Foto-Ordner auf dem PC verschieben. Der Foto-Ordner enthält Unterordner mit der Jahreszahl und weitere Unterordner mit der Monatszahl des Importzeitpunkts.

Nun kommt DOpus ins Spiel. Das Programm enthält einen eigenständigen Bildbetrachter. Auf dessen Symbolleiste habe ich einen Button erstellt, der die oben genannten Aufgabe automatisch erfüllt. Genauer betrachtet erledigt er folgende Schritte:

  1. Falls noch nicht vorhanden werden Ordner bzw. Unterordner angelegt („CreateFolder …“).
  2. Die aktuell angezeigte Datei wird in den gewünschten Ordner verschoben („Copy Move To …“).
  3. Die nächste Datei wird im Viewer-Fenster angezeigt („Show VIEWERCMD= next“).
  4. Falls keine weitere Bilddatei vorhanden ist, wird das Viewer-Fenster geschlossen („Show VIEWERCMD= close“).

Wie in der Grafik zu sehen ist, wird VBScript als Skriptsprache benutzt. DOpus stellt für das Scripting zahlreiche Objekte zur Verfügung (hier „ClickData.func“ und „DOpus.FSUtil“). Eine ausführliche Beschreibung findet man in der Dokumentation, die online und als PDF nutzbar ist.

In diesem Beispiel werden ausschließlich in DOpus eingebaute Befehle ausgeführt (mit Hilfe des Befehls „RunCommand“). Eigentlich würde es ausreichen, diese allein zu verwenden. VBScript wird nur aus dem einen Grund verwendet, dass sonst der Dateipfad des angezeigten Bildes (current.realpath) nicht abgefragt werden könnte bzw. weil der Viewer möglicherweise nach dem Verschieben immer noch ein Bild anzeigen würde, dessen Pfad nicht mehr existiert. Das geschähe nach dem Verschieben der letzten Bilddatei, weil „next“ ergebnislos bliebe.

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